E x h i b i t i o n s
Catherine Biocca: PREMIUM CLIENT

Opening: Friday, October 27, 6 – 9 pm
Duration: October 28 – December 19

For her first solo exhibition at PSM, Catherine Biocca will transform the gallery space into an immersive environment containing videos, sculptures, and wall works. The gallery will take on the feel of a waiting room by using PVC prints that look like the interior of a rundown space, and whose design is modeled on the rebuilt interiors of Villa Boscoreale and Boscotrecase near Pompeii that were partially destroyed during the eruption of Mount Vesuvius in 79 AD.

There will also be two metal sculptures with large heads made from printed aluminum that are reminiscent of stick figures, which can be read as bored waiting customers, perhaps dwindling away from the ridiculously long waiting time. Five animated videos with sound will be interspersed throughout the gallery, lending the exhibition some visual and aural dimensionality. In one of the videos, a voice can be heard talking to a customer service agent, who is not being at all helpful, but who turns out to be the inner voice of the customer himself—despite this, there is constant miscommunication between the two. Another of the videos will show a knife moving quickly between the fingers of a digitally drawn hand—a sick game called five-finger fillet that can be seen on YouTube. A third video shows a slightly moving dog (underneath a yawning human-dog animation) on a screen embedded in a dog bed, alluding to a dead guard dog found at the ruins in Pompeii.

Continuing her series of animated paintings, there are several wall works made from printed PVC with industry marker drawings of classical figures on them that have aluminum printed faces that gesture toward classical Roman and Greek statues. The drawings are made with two colors: one to represent one time, and a second color to represent another, intimating the progression of movement. Cumulatively, the works create an almost creepy atmosphere, an in-between place where our expectations are met and frustrated at the same time, much like many customer service lines today. This dioramic installation continues Biocca’s interest in exploring the absurd or comical elements of existence that we encounter every day, and in this way pinpoints with laser accuracy the various unquestioned and often strange levels of society through which we walk and talk.

 


 

Im Rahmen ihrer ersten Einzelausstellung mit PSM transformiert Catherine Biocca den Galerieraum in eine immersive Umgebung bestehend aus Video, Skulpturen und Wandarbeiten. Unter der Verwendung von PVC-Drucken nimmt die Galerie optisch die Situation eines Warteraums an, der den Eindruck einer heruntergekommenen Architektur vermittelt – basierend auf Elementen wideraufgebauter Innenräume der Villa Fanninus und Boscotrecase nahe Pompeji, die durch den Ausbruch des Vesus 79 n. Chr. teilweise zerstört wurden.

Im Raum befinden sich auch zwei Metallskulpturen mit großen Köpfen aus bedrucktem Aluminium, Überbleibsel von Strichfiguren, die als gelangweilte, wartende Kunden gelesen werden können, die sich möglicherweise von der unmöglich langen Wartezeit weggeschlichen haben. Zudem sind fünf animierte Videos mit Sound in der Galerie verteilt und verleihen der Ausstellung eine visuelle und auditive Dimension. In einem der Videos kann man eine Stimme hören, die mit einem Kundendienstberater spricht, der sich als ganz und gar nicht hilfreich erweist, der sich aber im Verlauf der Unterhaltung als innere Stimme des Kunden selbst entpuppt – und nichtsdestotrotz gibt es eine konstante Fehlkommunikation zwischen den Beiden.
Ein anderes Video zeigt ein Messer, daß sich schnell zwischen den Fingern einer digital gezeichneten Hand bewegt – ein krankes Spiel genannt Fünf-Finger-Filet, daß auch auf YouTube kursiert. Ein drittes Video zeigt einen sich leicht bewegenden Hund (unterhalb einer gähnenden Mensch-Hund-Animation) auf einem Bildschirm – eingebettet in ein Hundekissen, das auf einen toten Wachhund anspielt, der in den Ruinen Pompeiis gefunden wurde.

Die Serie von animierten Malereien fortführend, sind mehrere Wandarbeiten im Raum zu finden. Es handelt sich um Zeichnungen klassischer Gestalten. Gezeichnet mit Industriemarkern auf bedrucktem PVC, auf deren Oberfläche auf Aluminium gedruckte Gesichter positioniert sind, erinnern diese an die Gestik römischer oder griechischer Statuen. Die animierten Malereien werden in zwei Farben angelegt: eine jede repräsentiert eine andere Zeit und imitiert somit den Fortlauf einer Bewegungslinie. Kumulativ dazu kreieren die Arbeiten eine fast gruselige Athmosphäre, einen Raum dazwischen, in dem unsere Erwartungen getroffen und gleichzeitig enttäuscht werden – wie in vielen Kundendiensthotlines heutzutage. Die dioramische Installation führt Biocca’s Interesse an der Untersuchung absurder oder komischer Elemente unserer Existenz, die wir jeden Tag erleben, weiter. In diesem Sinne bestimmt sie mit laserscharfer Genauigkeit die verschiedenstensten ungefragten und oft seltsamen Ebenen der Gesellschaft, die wir täglich durchlaufen und kommunizieren.