The Assassination of G. Hearst
NADIRA HUSAIN
THE ASSASSiNATION OF G. HEARST
Opening reception: Thursday, November 4, 2010, 6 – 10 pm
Opening times: Wednesday to Saturday, 12 - 6:15 pm
Duration of the exhibition: November 5 - December 18, 2010
It has been reported that young Egyptians in ancient times sought from time to time to enter Isis’ temples at night. Having managed to sneak in, they deliberately lifted the veils of the goddess with the hope that once the statue had been dispossessed of ornaments, they would finally be able to truly embrace her.
These attempts evoke the irrational desire to grasp an essence that one imagines might lie behind the surface of things. However, some cultures believe that the surface of the subject already contains its essence. Visual illusion is a life necessity and the search for truth beyond the appearance a sort of “juvenile madness”.
For her first show at PSM gallery, Nadira Husain displays works with a noticeable diversity of surfaces. Her collages, which are meticulously worked and reworked, offer a fragmented materiality. Some ceramics elements, used within reliefs or spatial structures, present a literally resistant surface. Two series of portraits turn into abstract patterns, sometimes even reshaped into further, more highly abstracted portraits. Husain’s practice grows from the surface of the pieces.
The different elements of the exhibition are related to one another through the reference to an obscure episode in Greek mythology. A central gesture in this episode is repeatedly fragmented and recomposed on the surface of Husain’s pieces without ever being directly addressed. Referring to this episode and to some real events, Nadira Husain intertwines fragments of facts and fiction. This process takes place at the surface of her works, which is the space where snatches of narration unfold and assemble.
Beyond the diverse layers of Husain’s work, the spectre of Georges Hearst haunts the exhibition.
NADIRA HUSAIN
THE ASSASSINATION OF G. HEARST
Eröffnung: Donnerstag, 04. November 2010, 18 – 22 Uhr
Öffnungszeiten: Mittwoch - Samstag, 12 - 18:15 Uhr
Dauer der Ausstellung: 05. November – 18. Dezember 2010
Es ist überliefert, dass junge Ägypter in der Antike gelegentlich versuchten, in der Nacht in die Tempel der Isis einzudringen. Nachdem es ihnen gelang sich hineinzuschleichen, hoben sie die Schleier der Göttin in der Hoffnung an, sie vollkommen zu umarmen und sich zu Eigen zu machen, nachdem die Statue ihres Dekors entledigt wurde.
Diese Versuche erinnern an den irrationalen Wunsch, das Wesen der Dinge zu erfassen, das oftmals unter der Oberfläche vermutet wird. Dennoch glauben manche Kulturen, dass das Äußere des Subjektes bereits sein Wesentliches enthält. Visuelle Illusion ist für sie notwendiger Bestandteil des Lebens und die Suche nach Wahrheit jenseits des Scheins eine Art „jugendliche Tollheit“.
In ihrer ersten Einzelausstellung bei PSM zeigt Nadira Husain Arbeiten mit einer bemerkenswerten Vielfalt an Oberflächen. Ihre sorgfältig ge- und bearbeiteten Collagen sind von einer vielschichtigen Materialität geprägt. Keramische Elemente, die in den Reliefs und räumlichen Strukturen verwendet werden, bieten eine verfestigte Oberfläche. Zwei Serien von Portraits werden zu abstrakten Mustern, die zuweilen selbst zu weiteren, noch abstrakteren Portraits verschmelzen. Husains künstlerisches Verfahren erwächst aus der Oberfläche der Werke.
Durch den Bezug zu einer obskuren Erzählung aus der griechischen Mythologie stehen die verschiedenen Elemente der Ausstellung untereinander in Beziehung. Eine zentrale Geste aus dieser Episode wird auf der Oberfläche von Husains Arbeiten wiederholt fragmentiert und zusammengesetzt ohne jemals direkt angesprochen zu werden. In Bezug auf diese Geschichte und auf tatsächliche Ereignisse vermischt Nadira Husain reale und fiktionale Elemente. Dieser Prozess findet auf der Oberfläche ihrer Arbeiten statt, auf der sich Bruchstücke von Erzählungen entfalten und zusammensetzen.
Jenseits der diversen Schichten in Husains Arbeiten geht das Gespenst von G. Hearst in der Ausstellung um.
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